Ausstellungsprojekte

Desperate Housewives. Künstlerinnen räumen auf

Museum im Kulturspeicher Würzburg
20.06–20.09.2015
Kunstsammlungen Zwickau, Max-Pechstein-Museum
06.02–08.05.2016
Kunstmuseum Mülheim a.d. Ruhr
26.05.–21.08.2016
Städtische Galerie Villingen-Schwenningen
11.09.–04.12.2016
Staatliches Textil- und Industriemuseum Augsburg (tim)
17.12.2016–12.03.2017

Konzeption und Realisierung von Ausstellung und Katalog zusammen mit Ina Ewers-Schultz

Mit dem Haus und den Frauen, die es ordnen und pflegen, verbinden sich nicht nur in amerikanischen Fernsehserien jede Menge Klischees. Dabei hat das traditionelle Rollenbild der Hausfrau heute scheinbar ausgedient. Selbst der Begriff ist aus dem Sprachgebrauch nahezu verschwunden. Er passt nicht mehr in eine Gesellschaft, in der Frauen und Männer überwiegend berufstätig sind. Aber wer macht eigentlich die Arbeit, die trotzdem immer noch im Haus anfällt?

In der Ausstellung nehmen 29 internationale Künstlerinnen, geboren zwischen 1936 und 1986, das Haus als Lebens- und Arbeitsplatz ins Visier. Sie entlarven es als einen Ort voller Widersprüche, der in ein Gefängnis oder in einen anarchischen Freiraum verwandeln kann. Zwischen Pedanterie und Chaos inszenieren sie Aufbrüche aus beengten Verhältnissen oder die Umbrüche im digitalen Zeitalter.

Künstlerinnen der Ausstellung: Anna Anders, Monika Bartholomé, Jutta Burkhardt, Barbara Deblitz, Alba D’Urbano, Anke Eilergerhardt, Maria Ezcurra, Kerstin Flake, Dorothee Golz, Mona Hatoum, Andrea Isa, Suscha Korte, Alexandra Kürtz, Susanne Kutter, Ori Levin, Rosa Loy, Inge Mahn, Latharina Mayer, Alice Musiol, Gabriela Oberkofler, Pipilotti Rist, Ulrike Rosenbach, Ingrid Schorscher, Caroline Streck, Rosemarie Trockel, Diane Welke, Barbara Wrede, Andrea Zittel

Ausst.-Kat. Desperate Housewives? Künstlerinnen räumen auf. Hrsg. von Ina Ewers-Schultz und Martina Padberg, Bonn 2015

ISBN 978-3-939423-58-4

Mit mehreren Textbeiträgen und einem Einführungstext zusammen mit Ina Ewers-Schultz

Kuratiert wurde diese erfrischende Ausstellung – natürlich – von Frauen. Ina Ewers-Schultz und Martina Padberg haben in der Auswahl der Beiträge den Schwerpunkt ganz eindeutig auf provokante, kritische und vor allem bissig-ironische Arbeiten gelegt. Und fegen so mit leichter Hand durch ein klischeebehaftetes Feld.
Birgit Ruf, Nürnberger Nachrichten, 26.06.2015